12.11.25

Pünktlich wie die SBB fuhr die S-Bahn von Sferracavallo nach Palermo – auch zurück! Wir durchliefen die vornehm-elegante, vom (auch inner-italienischen) Tourismus geprägten Via Maqueda, vorbei am Set einer Film Crew, d.h. an den Vorbereitungen für eine Filmsequenz, vorbei an der Piazza Pretoria über die Piazza Vigliena (auch Quattro Canti) bis hinaus zur Piazza Giuseppe Verdi mit dem Teatro Massimo. Quasi parallel zur Via Maqueda liefen wir durch den Mercato Storico zurück bis zur Cattedrale und dem berühmten Liceo Vittorio Emanuele II. Dann durchliefen wir einen Teil des ebenso vom Tourismus geprägten Corso Emanuele II. Zwischendurch sassen wir immer wieder einmal auf einer der raren Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang und schauten den Leuten durch die Nasenlöcher.

11.11.25

Die Fahrt von Marsala bis Sferracavallo war grandios. Ich wollte ein paar Mal anhalten, um die Landschaft zu fotografieren – allein, ich liess es sein. Solche Eindrücke können nur analog festgehalten werden. Man muss sie erlebt haben. In Segesta haben wir für sagenhafte 16€ pro Person den besterhaltenen, nie fertiggestellten dorischen Tempel der griechischen Antike besucht. Kurz nach 15 Uhr waren wir auf dem Campingplatz in Sferracavallo und kurz darauf am Hafen, um dem bunten Treiben zuzusehen. Später haben wir uns eine Pizza genehmigt.

10.11.25

[click/touch the pic] 47 + 45 = 92 km sinds vom Campingplatz ▸ Lilybeo Village nach Trapani und zurück*. Vorallem der Hinweg ist bis auf die letzten 10km von ganz angenehm bis Radweg unmittelbar dem Meer entlang. Trapani hat ein Siracusa nicht unähnliches Centro Storico, was die Ausbuchtung ins Meer hinaus betrifft. Der Corso Vittorio Emanuele ist eine wirklich elegante Strasse. Die Architektur ist atemberaubend. Die Strasse ist grösstenteils Fussgängerzone und voller Cafés und Restaurants und anderer Geschäfte. Einige der Gebäude, wie die vielen Kirchen und der Palazzo Senatorio sind absolut grossartig.

*Eigentlich wollten wir mit dem Zug zurück bis Marsala. Der Zug fiel allerdings aus, der nächste ungewiss und der Ersatzbus nimmt keine E-Bikes auf.

9.11.25

[click/touch the pic] Ziemlich genau nach Wettervorhersage begann ist mitten in der Nacht zu gewittern – und wie! Und es goss in Kübeln. Zum Glück ist unser Auto samt Vordach dicht. Um halb 9 sind wir aufgestanden, der Regen hatte aufgehört und jetzt, eine Stunde später, lacht die Sonne, als ob nichts gewesen wäre.

Wenig später sind wir nach Marsala losgefahren und haben dort offensichtlich zuviel Zeit verplämperlet. Der Wetterdienst hatte Regen auf 13 Uhr und wir wären prompt nass geworden, wenn wir keine guten Kleider hätten.

So haben wir zuhause z’Mittag gegessen und sind bald darauf wieder losgefahren, diesmal gegen Süden – vorwärts auf der geteerten Strasse, zurück auf der Naturstrasse unmittelbar dem grossen Wasser entlang.

8.11.25

Hüt e Morge am 8-i het d’Sunn gschune – etz, am 10-i, goht grad e Gwitter dure. Under Tach allerdings ka Problem.

7.11.25

Exakt der Wettervorhersage begann es um 6 Uhr zu regnen. Auch wegen der nicht funktionierenden Duschen haben wir beschlossen, zurück nach Marsala zu fahren. Die beiden anderen Varianten, entweder nach Enna (keine Campingplätze) oder nach Marina die Ragusa (tote Hose) haben wir verworfen. Nun ist es 10:00 Uhr, und die Sonne lacht aus dem blauen Himmel – und es hat bereits wieder 19°.

Die Zufahrt zur Scala dei Turchi ist nicht unbedingt attraktiv, die Scala selbst aber phänomenal. Wir hatten Glück: kaum Touristen und trocken und schön und warm. Auf der Weiterfahrt begann es bald einmal zu regnen – und wie.

20 km vor Marsala lacht uns schon wieder die Sonne entgegen. Kaum auf dem bekannten Campingplatz Lilybeo Village angekommen*, sassen wir wieder auf dem Velo, und bald darauf unter der Dusche.

*Empfangen wurden wir von der Tochter des Hauses (oder sonstwie verwandt), die uns bald darauf auf Berndeutsch begrüsst hat. Sie hätte 7 Jahre in Bern studiert und gearbeitet, sei aber seit 3 Jahren wieder in ihrer Heimat.

6.11.25

[click/touch the pic] Eigentlich wollten wir zur Scala dei Turchi fahren – allein die Viel- und Schnellfahrer-Strasse hielt uns davon ab. So sind wir kreuz und quer durch die Gegend gefahren.

5.11.25

Mir sind ohni Problem uf Agrigento resp. San Leone gfahre, sind am halbi 12-i scho döt gsi und gli druf abe (isch guet!) uf Agrigento ue (und wie ue!) gfahre – da isch vo halbe obe, bem Bahnhof (grad öppe we z’Lausanne) bis zoberscht zo de Kathedrale ue grausam steil. Ufem Campingplatz hets erstuunlich wenig Lüüt und meh Italiener als Tüütschi – Schwiizer hets kani.

4.11.25

[click/touch the pic] Nach einem Tipp von Ruth aus Nettuno fahren wir heute nach Mazara del Vallo. Wir versuchen, zumindest auf dem Hinweg möglichst nah am Meer zu fahren.

Laut Wikipedia sind die Sehenswürdigkeiten:
Die Piazza della Repubblica bildet den Mittelpunkt der Stadt mit barocken Gebäuden wie dem Bischofspalast und der Kathedrale sowie einer Statue des hier geborenen San Vito.

Die Kathedrale Santissimo Salvatore wurde ab 1086 von den Normannen erbaut und 1696 im Stil des Barock erneuert. Es befinden sich noch alte Bestandteile in der Kirche, so die Mauer des Hauptaltars. Im Jahre 1906 erhielt die Kathedrale eine neue Fassade. Im Inneren der dreischiffigen, kreuzförmigen Kathedrale steht ein über drei Meter hohes, bemaltes Holzkreuz, das zu den ältesten bemalten Kreuzen Siziliens zählt. Außerdem befindet sich eine Marmorgruppe von Antonello Gagini in der Kirche.

Die normannische Kirche San Nicolò Regale aus dem 11. Jahrhundert hat einen quadratischen Grundriss, der dem Vorbild byzantinischer Kirchen folgt. Sie ist ein Beispiel für den arabisch-byzantinisch-normannischen Stil. Die Kuppel im Inneren wird von vier Säulen mit antiken Kapitellen getragen.

Die Kirche Santa Caterina stammt aus dem 14. Jahrhundert. Erhalten ist ein Seitenportal im Chiaramontestil. Im Inneren befindet sich eine Heiligenstatue von Antonello Gagini.

Die Kirche San Francesco ist, vor allem im Inneren mit den üppigen vielfarbigen Dekorationen, ein herausragendes Beispiel des Sizilianischen Barock.

Der Palazzo dei Cavalieri di Malta, ein Palast der Malteserritter aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit breiter Front und reich geschmücktem Portal, beherbergt heute das Rathaus.

Der Hafen ist wirtschaftlicher Mittelpunkt der Stadt mit Fischmarkt und Büros der Reedereien. Das Stadtviertel Kasbah geht zurück auf die arabische Epoche. Heute leben hier vorwiegend Einwanderer aus Nordafrika.

Die Altstadt von Mazara del Vallo ist ein ziemlich, etwa 1 km2 grosses Geviert, das in Quartiere unterteilt ist. Das interessanteste davon ist wohl Kesbah – die arabischen Einflüsse sind hier nicht überseh- und hörbar. Die Häuser bilden enge Schluchten von zum Teil nicht einmal 2m breiten Gassen. Und trotzdem ist es irgendwie heller als etwa in Lucca, wo die Gassen vielleicht 3m breit sind.

3.11.25

[click/touch the pic] Voraussichtlich fahren wir heute mit dem Velo zu den historischen Salinen von Marsala. Zur Zeit, es ist jetzt 09:15, lassen vorüberziehende Wolken immer wieder einmal einen kurzen Spruz fallen.